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Deutsch-britischer Erfahrungsaustausch zur Endlagersuche

Experten zu Besuch im Endlager Konrad Deutsche und britische Experten besuchen Endlager KonradQuelle: BGE

Zur Intensivierung des Erfahrungsaustausches und der internationalen Vernetzung haben britische Expertinnen und Experten der nuklearen Entsorgung Ende Juni das BfE in Salzgitter besucht. Im Mittelpunkt des Treffens standen Fragen zur Endlagersuche und insbesondere, welche Erfahrungen bislang prägend sind. Zu Gast war eine Delegation des „Committee on Radioactive Waste Management“. Das Gremium berät Regierungsbehörden des Vereinigten Königreiches zu Fragen der nuklearen Entsorgung und überprüft das britische Entsorgungsprogramm.

Das Vereinigte Königreich steht zwar wie Deutschland eher am Beginn der Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle, wählt aber eine völlig unterschiedliche Herangehensweise. Während in Deutschland die Standortauswahl auf festgelegten Kriterien und weitreichenden Beteiligungsmöglichkeiten der Öffentlichkeit basiert, stützt sich das Vorgehen in Großbritannien zunächst auf Freiwilligkeit. Erst wenn sich eine Kommune als Standort für ein Endlager bereit erklärt, fangen Expertinnen und Experten an, dort die Sicherheit zu untersuchen.

Die Mitglieder des britischen Gremiums besuchten unter Begleitung des BfE das Endlager Schacht Konrad, das die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH derzeit zum Endlager ausbaut. Die anschließende Diskussion der unterschiedlichen Herangehensweisen zeigte, wie wichtig der fachliche Blick von Außen ist, um Ansätze für Forschungsfragen und Optimierung der eigenen Arbeit zu ermitteln.

Stand: 31.07.2018

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit