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Forschung und Kommunikation stärken

50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren beim Forum Zwischenlagerung in Fulda zur Sicherheit der Behälter und Gebäude

Fügedeckel eines Castorbehälters Fügedeckel eines CastorbehältersFügedeckel eines Castorbehälters Quelle: BfE

Für die Zukunft der Zwischenlagerung stehen sowohl Forschungs- als auch Informations- und Kommunikationsbedarfe an. Zu diesem Schluss kamen rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zweiten Forum Zwischenlagerung in Fulda am 24. November 2018. Zu der Fachveranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern von Aufsichtsbehörden, Betreibern von Zwischenlagern, Forschungseinrichtungen sowie Umweltverbänden hatte das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit im Rahmen seiner Reihe „Forum Zwischenlagerung“ eingeladen. Thema des Forums waren diesmal Sicherheitsaspekte der Transport- und Lagerbehälter und der Zwischenlagergebäude.

Sicherheit der Behälter

In der Diskussion zur Sicherheit der Behälter wurde deutlich, dass unterschiedliche Meinungen bestehen, welche Rolle die Untersuchung von Behälterinnenräumen und des Behälterinventars bei der Bewertung der Sicherheit einer verlängerten Zwischenlagerung spielen wird. Die Beteiligten waren sich einig, dass zur Klärung dieser Frage der Bedarf bestimmt werden muss und rechtzeitig weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig sind. Zum Aufbau und zur Technik der eingesetzten Behälter gab es in den Arbeitsgruppen verstärkt Nachfragen, wo und wie dazu Informationen erhältlich sind.

Sicherheit der Gebäude

Auch in der Arbeitsgruppe zu Sicherheitsfragen der Gebäude bekundeten insbesondere die Teilnehmenden der Umweltverbände Interesse an Informationen - beispielsweise zu Prüfberichten der Aufsichtsbehörden. So zeigte sich, dass Ergebnisse einer Reihe von wiederkehrenden Sicherheitsprüfungen zum Alterungsmanagement der Gebäude der Öffentlichkeit nicht bekannt sind.

Die Expertinnen und Experten hielten zudem fest, dass zur Sicherheitsbewertung der Gebäude stets die verschiedenen baulichen Faktoren in ihren Wechselwirkungen zu betrachten sind. Ein Faktor für sich allein, zum Beispiel die Wandstärke, lässt keine Aussage zur Sicherheit gegen Einwirkungen (wie z. B. Erdbeben) insgesamt zu. So ist ein Zwischenlager, dessen Wände beispielsweise dicker als bei einem anderen sind, nicht automatisch sicherer.

Dokumentation

Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sowie die gehaltenen Fachvorträge wird das BfE auf der Homepage veröffentlichen. Ziel war es, aus den Diskussionen Konsense und auch Meinungsverschiedenheiten und offene Fragen festzuhalten und zu dokumentieren. Die Kritik an der Dokumentation zur vergangenen Veranstaltung der Forumsreihe im Juni dieses Jahres nahm das BfE auf und sicherte zu, fehlende Fragen zu ergänzen.

Fragen und Anregungen, die während der Veranstaltung geäußert wurden und die primär die Arbeit andere Institutionen (z. B. Betreiber oder Aufsichten) betreffen, leitet das BfE an diese Akteure zur Beantwortung weiter.

Save the Date: Forum Zwischenlagerung zur Öffentlichkeitsbeteiligung

Das nächste Forum Zwischenlagerung findet am Samstag, den 18. Mai 2019 im Raum Hannover/ Kassel statt. Im Fokus soll das Thema „Öffentlichkeitsbeteiligung bei Genehmigungen zur Zwischenlagerung“ stehen.

Forum Zwischenlagerung

Die Veranstaltungsreihe wurde vom BfE im Juni 2018 initiiert. Dabei sollen gesicherte Erkenntnisse und fachliche Anregungen gesammelt und diskutiert werden. Die Diskussion kann dabei über die derzeitigen Genehmigungszeiträume hinaus Hinweise geben, welche offene Fragen im Hinblick auf eine längerfristige Zwischenlagerung als besonders relevant zu bewerten sind.
Zwischenlager für radioaktive Abfälle können Endlager in tiefen geologischen Formationen langfristig nicht ersetzen. Bis zur Inbetriebnahme eines Endlagers müssen die Abfälle so aufbewahrt werden, dass Mensch und Umwelt geschützt sind.

Stand: 30.11.2018

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit