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Jahrhunderte, Jahrtausende - und darüber hinaus

BfE wird Partner in Kompetenznetzwerk zur Langzeitarchivierung

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Der Kooperationsverbund „nestor“ und das BfE haben Mitte Oktober eine Partnerschaftserklärung unterzeichnet. Für das BfE ergibt sich mit der assoziierten Partnerschaft die Möglichkeit, Lösungsansätze zur digitalen Langzeitarchivierung mit kompetenten Ansprechpartnern zu diskutieren und mittelfristig eigene Erfahrungen einzubringen.

Die Dokumentation des BfE soll in den kommenden Jahrzehnten u.a. die Nachvollziehbarkeit des Standortauswahlverfahrens erhöhen. Auch für die bis zu 500 Jahre nach Verschluss des Endlagers vorgesehene Möglichkeit der sicheren Bergung der Abfälle wird die Archivierung unerlässlich sein. Ziel der Dokumentation ist es, künftige Generationen auf unbestimmte Zeit in die Lage zu versetzen, das sicherheitstechnische System des Endlagers und dessen Gefährdungspotential zu beurteilen. Das BfE geht davon aus, dass zum Erhalt der hierfür benötigten Informationen sowohl Formen der analogen als auch der digitalen Archivierung in Frage kommen.

Mit Inkrafttreten des fortentwickelten Standortauswahlgesetzes hat das BfE die Aufgabe erhalten, Daten und Dokumente, die für die End- und Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle bedeutsam sind oder werden können, dauerhaft zu speichern. Einzelheiten soll eine Rechtsverordnung regeln, die mit Zustimmung des Bundesrates durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erlassen werden soll. Sie wird zurzeit erarbeitet.

„nestor“ ist ein Zusammenschluss nationaler und internationaler Organisationen im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung. Zu den Partnern des Kooperationsverbunds gehören u.a. das Bundesarchiv und die Deutsche Nationalbibliothek.

Stand: 26.10.2018

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit