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Zwischenlager

Bis heute steht in Deutschland kein betriebsbereites genehmigtes Endlager für radioaktive Abfälle zur Verfügung. Deshalb müssen radioaktive Abfälle aus dem Betrieb und der Stilllegung von Kernkraftwerken bis zu ihrer Verbringung in ein Endlager zeitlich begrenzt zwischengelagert werden.

Stand: 31.07.2018
Innenansicht des Zwischenlagers Nord (bei Lubmin)

Was sind Zwischenlager?

Die Zwischenlagerung ermöglicht es, die wärmeentwickelnden Abfälle abklingen zu lassen, das heißt die restliche Strahlungsintensität und Nachzerfallswärme wird vermindert. Damit wird zu einem späteren Zeitpunkt eine vereinfachte Verarbeitung und gegebenenfalls Freigabe der Stoffe ermöglicht und der Bedarf an Endlagervolumen reduziert. Zwischenlager enthalten hauptsächlich bestrahlte Brennelemente aus den Kernkraftwerken, daneben auch hochradioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung.

Notizblock

Genehmigung von Zwischenlagern für Kernbrennstoffe

Das BfE ist seit dem 30. Juli 2016 die zuständige Behörde für die Genehmigung von Zwischenlagern für Kernbrennstoffe nach § 6 des Atomgesetzes. Es hat diese Aufgabe vom bis dahin zuständigen BfS übernommen. Erfahren Sie mehr über das Genehmigungsverfahren und seine Grundlagen, aktuelle Bekanntmachungen und den Stand der Rechtsprechung zu den Zwischenlagergenehmigungen.

Entstehung und Lagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland

Dezentrale Zwischenlager

Bis zur Inbetriebnahme eines Endlagers für wärmeentwickelnde Abfälle sind diese Abfälle sicher zwischenzulagern. Bestrahlte Brennelemente aus dem Betrieb von Forschungs- und Leistungsreaktoren werden in der Bundesrepublik Deutschland in zentralen Zwischenlagern sowie in dezentralen Zwischenlagern aufbewahrt.

Logo Forum Zwischenlagerung

Forum Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle

Fragen heute identifizieren, die für die Zukunft der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle zu beantworten sind: Dazu hat das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) eine Veranstaltungsreihe initiiert, die in den kommenden Jahren nach und nach verschiedene Schwerpunkte behandeln wird. Dabei sucht das BfE nicht nur den Dialog mit den Fachleuten Betreibern der Zwischenlager und Sachverständigen, sondern auch mit der Öffentlichkeit. Auf dieser Seite finden Sie Hinweise zu neuen Terminen sowie Zusammenfassungen und Dokumentationen der bisher organisierten Veranstaltungen der Reihe.

Außenansicht des Zwischenlagers Nord

Zentrale Zwischenlager

An den Standorten Ahaus (Nordrhein-Westfalen) und Gorleben (Niedersachsen) wurden die beiden zentralen Transportbehälterlager (TBL) in Lagerhallen aus Stahlbeton eingerichtet. Das Zwischenlager Nord bei Lubmin ist eine Einrichtung zur Behandlung und Lagerung aller Arten radioaktiver Abfälle in der Gemeinde Rubenow (Amt Lubmin) in Mecklenburg-Vorpommern.

Nur für das TBL Gorleben besteht eine Genehmigung zur Aufbewahrung für die aus der Wiederaufarbeitungsanlage AREVA NC (vormals COGEMA) in Frankreich zurückgeführten hochradioaktiven Glaskokillen. Im TBL Ahaus werden neben abgebrannten Brennelementen aus Leistungsreaktoren auch abgebrannte Brennelemente aus Forschungsreaktoren aufbewahrt.

Zwischenlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung

In der Bundesrepublik gibt es eine Vielzahl von Zwischenlagern für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden für die Zwischenlagerung dieser Abfälle sind die zuständigen Behörden des Landes, in dem das Lager liegt.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit