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Meldepflichtige Ereignisse in Endlagern

ArtikelDas Meldeverfahren

Wie funktioniert das Meldeverfahren?
Welche Ereignisse sind meldepflichtig?
Und welche Kategorien von Störfällen gibt es?

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als atomrechtliche Aufsicht informiert an dieser Stelle über Unfälle, Störfälle oder sonstige für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse in den Endlagern Morsleben und der Schachtanlage Asse. Meldepflichtiger Betreiber der Anlagen ist die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Die meldepflichtigen Ereignisse werden in sogenannte Meldekategorien unterteilt. Sie geben darüber Aufschluss, wie dringlich die Information an die Aufsichtsbehörde erfolgen muss und welche sicherheitstechnische Bedeutung das Ereignis hat.

Die veröffentlichten, meldepflichtigen Ereignisse werden in drei Kategorien unterteilt:

• Kategorie S (Sofortmeldung),
• Kategorie E (Eilmeldung)
• und Kategorie N (Normalmeldung).

Näheres dazu finden Sie im nebenstehenden Artikel „Das Meldeverfahren“.

Liste der meldepflichtigen Ereignisse für die Schachtanlage Asse II

Beschreibung des EreignissesKategorieDatum
2018-
Nr. 001/2018E29.01.2018

Fund einer Sprengstoffpatrone mit Spreng- oder Zündschnur

Bei der Befahrung eines Arbeitsortes im Zuge von bergbaulichen Arbeiten wurde auf der 725-Sohle im Altversatz eine Sprengstoffpatrone mit einer ca. 30 cm langen Spreng- oder Zündschnur gefunden. Aufgrund des Fundortes und der Beschaffenheit der Patrone geht der Betreiber davon aus, dass die Fundstücke mehrere Jahrzehnte alt sind. Die Sprengstoffpatrone wurde sicher verwahrt und soll fachmännisch entsorgt werden. Auf der Schachtanlage Asse wird seit 2009 kein Sprengstoff mehr gelagert oder eingesetzt. Funde von explosionsgefährlichen Stoffen müssen gemäß den betrieblichen Regelungen der Schachtanlage Asse nach Kategorie E (Eilmeldung) gemeldet werden.

2017-
Nr. 009/2017E16.11.2017

Beschädigung eines Cubitainers mit Salzlösung auf der 725-Sohle

Bei Rangierarbeiten mit einem Fahrzeug auf der 725-Sohle stieß ein auf dem Fahrzeug befindlicher, mit ca. 750 Liter kontaminierter Salzlösung beladener Flüssigkeitsbehälter (s.g. Cubitainer) gegen einen im Rangierbereich befindlichen Pumpenrahmen und wurde dabei beschädigt. Dabei traten ca. 250 Liter kontaminierte Salzlösung aus. Ursache für die Kollision war eine durch die beengten räumlichen Verhältnisse und eingeschränkte Sicht beeinflusste Fehleinschätzung des Fahrers über den vorhandenen Platzbedarf.
Kontaminationsmessungen am Freisetzungsort ergaben keine unzulässigen Kontaminationswerte. Die ausgelaufene Lösung wurde in einem Sumpf gesammelt, so dass eine weitere Ausbreitung innerhalb des Grubengebäudes nicht erfolgte. Innerbetriebliche Transporte haben eine hohe sicherheitstechnische Relevanz bzgl. dem Einschluss der radioaktiven Abfälle. Kollisionen von Transportfahrzeugen und Beschädigungen von Abfallbehältnissen sind deshalb nach Meldekategorie E zu melden. Der Betreiber hat administrative Maßnahmen ergriffen, um derartige Kollisionen zukünftig zu vermeiden.
Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf Personen, die Umwelt oder den sicheren Anlagenbetrieb.

Nr. 008/2017S12.09.2017

Brandereignis an einem Befahrungsfahrzeug unter Tage

Bei der Nutzung eines Befahrungsfahrzeuges (Geländewagen) kam es im vorderen Bereich des Fahrzeugs zu einem Brand. Nach Information der zentralen Warte durch den Fahrer per Funk wurde umgehend Grubenwehr- und Grubenalarm ausgelöst. Der Brand wurde sofort durch den Fahrer, Beifahrer und die Grubenaufsicht bekämpft und konnte noch vor Eintreffen des Grubenwehrtrupps gelöscht werden. Ursache für den Brand war eine Leckage an einer Schraubverbindung in der Kraftstoffeinspritzung des Fahrzeugs, durch die sich austretender Dieselkraftstoff an heißen Motorbaugruppen entzünden konnte.
Die Fahrzeuge mit vergleichbarem Kraftstoffeinspritzsystem wurden überprüft und die betroffene Schraubverbindung wurde in den Wartungsplan der Fahrzeuge aufgenommen. Es handelte sich um einen Brand, bei dem das Personal die Grube aus Sicherheitsgründen verlassen musste (Meldekategorie S).
Personen kamen durch den Brand nicht zu Schaden. Auswirkungen auf die Umwelt bestanden nicht.

Nr. 007/2017N17.08.2017

Herausgabe einer Salzlösungsprobe ohne Freigabe-/Herausgabeverfahren

Eine an der Hauptzutrittsstelle zur Grube genommene Salzlösungsprobe wurde irrtümlich bereits vor Abschluss des Herausgabeverfahrens nach außen abgegeben. Ursache hierfür war die Fehlinterpretation einer Zustimmung zur internen Weitergabe an das Baustoff- und Lösungslabor.
Die fehlerhaft herausgegebene Salzlösungsprobe war kontaminationsfrei. Vom Betreiber wurden administrative Maßnahmen ergriffen, um derartige Fehlinterpretationen zukünftig zu vermeiden.

Nr. 006/2017N28.06.2017

Einsatz von Kontaminations-Handmessgeräten und des Lüfters der Sonderbewetterung nach Ablauf der Prüffristen für wiederkehrende Prüfungen

Durch die eingeschränkte Zugänglichkeit der Grube aufgrund des Ausfalls der Schachtförderanlage des Schachtes 2 (siehe meldepflichtiges Ereignis Nr. 004/2017) konnten die für diesen Zeitraum geplanten wiederkehrenden Prüfungen (WKP) an den strahlenschutzrelevanten Systemen nicht durchgeführt und die festgelegten Prüffristen somit nicht eingehalten werden. Auf Antrag des Betreibers erteilte daher die Aufsichtsbehörde die Zustimmung für eine Terminverschiebung der Prüfungen und somit für eine Verlängerung der Prüffristen. Nachdem die Prüfungen durchgeführt worden waren, wurde festgestellt, dass diverse Kontaminationsmessgeräte sowie der Lüfter der Sonderbewetterung bereits genutzt wurden, bevor der Verlängerung der Prüffrist durch die Aufsichtsbehörde zugestimmt worden war und somit bevor die WKP an diesen Geräten durchgeführt werden konnte. Dies war ein Verstoß gegen geltende Betriebsregelungen des Prüfhandbuches.
Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf das Personen und den Anlagenbetrieb. Die nachträglichen WKP ergaben keine Auffälligkeiten, so dass davon ausgegangen wird, dass die Geräte auch bei der Nutzung vor Durchführung der WKP ordnungsgemäß funktionierten.

Nr. 005/2017E21.06.2017

Abweichungen bei der Überwachung der Aerosolaktivitätskonzentration

Bei Testmessungen der Durchflussrate an Aerosolmonitoren wurde festgestellt, dass die von diesen Monitoren gemessene Durchflussrate um ca. 30 % zu hoch ist. Dadurch wurde eine entsprechend zu niedrige Aerosolaktivitätskonzentration in der Raumluft ermittelt. Ursache für diese Abweichungen war eine fehlerhafte Berechnungsformel zur Anpassung der Durchflussrate an die jeweils gegebenen Umgebungsbedingungen in der zugrundeliegenden Prüfanweisung. Diese fehlerhafte Kalibrierung der sicherheitstechnisch wichtigen Überwachungseinrichtung wurde auch bei darauffolgenden Routineüberprüfungen nicht bemerkt (Meldekategorie E). Der Fehler wurde korrigiert und eine Neukalibrierung der Aerosolmonitore vorgenommen.
Die betroffenen Aerosolmonitore dienen zur Alarmierung bei einem plötzlichen Anstieg der Aerosolaktivitätskonzentration. Durch die fehlerhafte Einstellung wurde die Durchflussrate um ca. 30% überschätzt, wodurch die Aerosolaktivitätskonzentration in der Luft unterschätzt und eine Alarmierung erst bei einer entsprechend höheren Konzentration erfolgt wäre. Die Überwachung der Aerosolaktivitätskonzentration war durch weitere Messungen (Aerosolsammler, Kontaminationsmessungen) jederzeit sichergestellt.

Nr. 004/2017N22.05.2017

Stillsetzung der Fördermaschine Schacht Asse 2

Bei der Prüfung des Oberseiles der Fördermaschine des Schachts 2 durch einen Sachverständigen wurden an einem Seilabschnitt von ca. 42 m Länge verstärkte Drahtbrüche im Inneren des Seils festgestellt.
Die Fördermaschine wurde daraufhin sofort stillgesetzt. Die Drahtbrüche waren alterungsbedingt und machten einen Austausch des Seils erforderlich. Die Fördermaschine Schacht 2 blieb bis zum Austausch des Seils außer Betrieb. Ein eingeschränkter Grubenbetrieb war während der Stillsetzung des Schachtes 2 über den Schacht 4 sichergestellt.
Der Grubenbetrieb konnte, wenn auch eingeschränkt, weitergeführt werden. Auswirkungen auf Personen oder die Umwelt bestanden nicht.

Nr. 003/2017S06.04.2017

Brand an einem Fahrlader unter Tage

Während eines Salztransportes brach an einem Fahrlader im Heckbereich des Fahrzeugs ein Feuer aus. Es wurde umgehend Grubenalarm ausgelöst und der Brand durch den Fahrer und die Grubenaufsicht bekämpft und unter Kontrolle gebracht. Die vollständige Löschung durch den Grubenwehrtrupp war 15 Minuten nach Branderkennung abgeschlossen. Ursache für den Brand war eine Leckage an einer Hydraulikölkühlungsleitung aufgrund einer gelösten Schraubverbindung.
Das auslaufende Hydrauliköl entzündete sich am heißen Katalysator. Es handelt sich um einen Brand, bei dem das Personal die Grube aus Sicherheitsgründen verlassen musste (Meldekategorie S). Die Grube wurde geräumt und der Grubenbetrieb für ca. 2 Stunden unterbrochen.
Personen kamen durch den Brand nicht zu Schaden. Das Ereignis hatte keine radiologischen Auswirkungen.

Nr. 002/2017N03.04.2017

Feststellung einer Undichtigkeit bei der Prüfung eines genehmigungspflichtigen Prüfpräparates

Bei der wiederkehrenden Prüfung der Prüfpräparate (Sicht- und Vollständigkeitsprüfung) ergab sich an einem radioaktiven Prüfpräparat der Verdacht auf Undichtigkeit. Das Präparat ist flüssig und wird in einer Kunststoffflasche aufbewahrt. Das Präparat wurde daraufhin in eine andere Kunststoffflasche (Overpack) eingebracht. Aufgrund der vermuteten Undichtigkeit war davon auszugehen, dass es bei der Handhabung des Präparats, die an umschlossenen Strahlenquellen ohne Handschuhe und ohne hantierungsbegleitende Kontrollen erfolgt, möglicherweise zu einer leichten Kontamination an den Händen des beteiligten Personals (zwei Mitarbeiter) gekommen ist.
Die Auswertung des Aktivitätsgehalts des Handwaschwassers bestätigte die Vermutung der Kontamination der Hände mindestens eines Mitarbeiters. Für beide betroffene Mitarbeiter wurde daher eine Inkorporationsüberwachung angeordnet. Die weiteren Messungen ergaben, dass sich die Kontamination auf den Innenbereich des Prüfstrahlerschrankes, in dem das Präparat aufbewahrt wurde, beschränkte.
Das Ereignis hatte Auswirkungen auf Personen hervorgerufen. Daraufhin wurde eine Inkorporationsüberwachung veranlasst. Auswirkungen auf den sicheren Betrieb der Schachtanlage oder die Umwelt bestanden nicht.

Nr. 001/2017S03.01.2017

Überschreiten der genehmigten Umgangsaktivitätskonzentration in einer Einlagerungskammer

An dem Gehäuse der Abluftfilteranlage im Bereich der Einlagerungskammer für mittelaktive Abfälle wurde ein Anstieg der Ortsdosisleistung gemessen. Aufgrund der Höhe des Anstiegs wurde vermutet, dass die Aktivitätskonzentration der beaufschlagten Filter über dem nach § 7 StrlSchV für die ASSE genehmigten Grenzwert lag (Meldekategorie S). Die Ursache für den plötzlichen Anstieg der Aktivität in der Einlagerungskammer konnte noch nicht aufgeklärt werden. Es wird eine Freisetzung aus Abfallgebinden innerhalb der Einlagerungskammer vermutet.
Die betroffenen Filter sind inzwischen ausgetauscht und werden in einem externen Labor radiologisch untersucht. Die Überwachung der Ortsdosisleistung an der Filteranlage wurde intensiviert und es wurden zusätzliche Luftstaubproben genommen.
Gemäß den Ergebnissen dieser zusätzlichen Messungen hatte das Ereignis keine Auswirkungen auf den sicheren Betrieb der Schachtanlage, auf Personen oder die Umgebung.

Liste der meldepflichtigen Ereignisse für das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM)

Beschreibung des EreignissesKategorieDatum
2018-
Nr. 002/2018N26.01.2018

Störungen in der Stromversorgung auf der Schachtanlage Marie

Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz kam es zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch in der Schachtanlage Marie mit Abschalten von diversen Einrichtungen zur Spannungsversorgung, zur Bewetterung sowie von Überwachungseinrichtungen. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 001/2018N05.01.2018

Ausfall von Überwachungskameras auf der 4. Sohle der Schachtanlage Bartensleben

Bei der turnusmäßigen Funktionskontrolle der Überwachungsmonitore wurde festgestellt, dass die Monitore zur Personenkontrolle für das Passieren eines Kontrollbereichsübergangs auf der 4. Sohle keine Bilder mehr anzeigten. Ursache für den Ausfall waren defekte Netzteile von zwei Kameras. Die Netzteile wurden ausgetauscht. Es handelte sich bei den ausgefallenen Kameras um Sicherungseinrichtungen. Die radiologische Überwachung innerhalb des Kontrollbereichs war jederzeit gewährleistet.

2017-
Nr. 025/2017N05.12.2017

Kurzzeitige Spannungseinbrüche auf der Schachtanlage Bartensleben

Durch mehrere Störungen im öffentlichen Stromnetz kam es auf der Schachtanlage Bartensleben zu Spannungseinbrüchen mit Abschaltungen und Auslösung von Störmeldungen für diverse Ventilatoren, von Überwachungseinrichtungen und Einrichtungen zur Stromversorgung (Telefonanlage). Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 024/2017N01.11.2017

Störung der Branderkennungs- und Brandbekämpfungsanlage im Betriebsstofflager auf der 4. Sohle

Bei der wöchentlichen Prüfung ließ sich der Alarmdruckschalter an der Betankungsstelle nicht mehr zurücksetzen. Dadurch war die Löschanlage der Betankungsstelle nicht betriebsbereit. Bis zum Austausch des defekten Schalters sind an der Betankungsstelle mobile Pulverlöschgeräte einsatzbereit, die eine erste Brandbekämpfung ermöglichen.

Nr. 023/2017N29.10.2017

Kurzzeitiger Spannungseinbruch auf der Schachtanlage Bartensleben

Durch eine Störung im öffentlichen Stromnetz aufgrund von Unwetter in der Region kam es auf der Schachtanlage Bartensleben zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch mit Abschalten von diversen Einrichtungen zur Bewetterung und von Überwachungseinrichtungen. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 022/2017N24.10.2017

Ausfall eines Aufzeichnungsgerätes der Fernbeobachtungsanlage

Bei der Kontrolle von Überwachungsmonitoren wurde festgestellt, dass ein Monitor eines Aufzeichnungsgerätes ausgefallen war. Ursache hierfür war die Auslösung des Fehlerstromschutzschalters aufgrund von Feuchtigkeit in einer Steckdose. Die Störung war nach kurzer Zeit wieder behoben. Bis zur Wiederinbetriebnahme der Kameraüberwachung wurde der betroffene Bereich verstärkt durch das Personal kontrolliert.

Nr. 021/2017N24.10.2017

Spannungseinbrüche auf der Schachtanlage Bartensleben

Durch mehrere Störungen im öffentlichen Stromnetz kam es auf der Schachtanlage Bartensleben zu Spannungseinbrüchen mit Abschaltungen und Auslösung von Störmeldungen für diverse Ventilatoren, von Überwachungseinrichtungen und Einrichtungen zur Stromversorgung (Telefonanlage) sowie zur Störung im Heizwerk. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 020/2017N20.10.2017

Ausfall des Aerosolmonitors in einer Messstelle der Abwetterüberwachung Schacht Bartensleben

Bei der Kontrolle der Aktivitätskonzentration an einer Messstelle wurde ein unplausibler Messwert festgestellt. Ursache war eine defekte Zählrohrfolie, aufgrund derer der ordnungsgemäße Gasdurchfluss im Gerät nicht mehr gewährleistet war. Somit waren eine korrekte Berechnung der Zählrate und der Aktivitätskonzentration nicht mehr möglich. Die Reparatur des Gerätes wurde durch den Hersteller vorgenommen.
Gemäß den betrieblichen Regelungen ist der Ausfall des Aerosolmonitors bei einer Ausfallzeit von mehr als 3 Tagen meldepflichtig. Während der Unverfügbarkeit des Gerätes konnten an dieser Messstelle keine Werte für die Aerosolaktivitätskonzentration bestimmt werden. Die beweissichernde Überwachung war jedoch durch einen Radonmonitor und einen Aerosolsammler weiterhin gewährleistet.

Nr. 017/2017

Nr. 018/2017

N05.10.2017

Störungen in der Stromversorgung auf den Schachtanlagen Bartensleben und Marie

Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz aufgrund von Unwetter in der Region kam es zu mehreren kurzzeitigen Spannungseinbrüchen (Schachtanlage Bartensleben) bzw. zu einem Spannungsausfall (Schachtanlage Marie) mit Abschalten von diversen Einrichtungen zur Spannungsversorgung, zur Bewetterung sowie von Überwachungseinrichtungen. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 016/2017N02.10.2017

Fehlauslösung der Brandmeldeanlage für mehrere Gebäude über Tage

In der Schachtanlage Bartensleben kam es zu einer Fehlauslösung eines Brandmelders im Rauchansaugsystem. Dadurch wurde Feueralarm in der Zentralen Warte ausgelöst und die Werkfeuerwehr alarmiert. Der Hauptgrubenlüfter (HGL) im Schacht Bartensleben, der HGL auf der 3. Sohle sowie die Ventilatoren im Abwetterbauwerk Schacht Marie wurden automatisch abgefahren. Die Ursache für das Fehlauslösen des Brandmelders konnte nicht festgestellt werden. Die gesamte Wettertechnik wurde daraufhin wieder angefahren.

Nr. 015/2017

Nr. 019/2017

N

N

09.09.2017

06.10.2017

Ausfall des Steuerrechners der Alarmierungsanlage für die Werkfeuerwehr und Grubenwehr

Auf der Schachtanlage Bartensleben kam es am 09.09. und 06.10.2017 aufgrund von Programmabstürzen zu Ausfällen des Steuerrechners für die Alarmierung der Werkfeuerwehr und der Grubenwehr. Nach dem letztmaligen Programmabsturz war eine Wiederinbetriebnahme des Systems nicht mehr möglich. Eine Ersatzbeschaffung war bereits nach zuvor aufgetretenen Ausfällen des Steuerrechners (siehe Meldung vom 23.07.2017) eingeleitet worden. Bis zur Installation eines neuen Alarmierungssystems müssen im Alarmfall die Mitglieder der Einsatzleitung sowie der Grubenwehr und Werkfeuerwehr separat per Telefon informiert werden.

Nr. 013/2017

Nr. 014/2017

N

N

11.08.2017

13.08.2017

Spannungseinbrüche auf der Schachtanlage Marie

Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz kam es am 11.08. und 13.08.2017 auf der Schachtanlage Marie zu Spannungseinbrüchen mit Auslösung von Störmeldungen für die Ventilatoren im Abwetterbauwerk Schacht Marie und zum Abschalten des Hauptgrubenlüfters nach Schacht Marie. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme des Hauptgrubenlüfters erfolgten jeweils noch am selben Tag. Die Ereignisse hatten keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 011/2017

Nr. 012/2017

N

N

24.07.2017

30.07.2017

Spannungseinbrüche auf der Schachtanlage Bartensleben

Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz aufgrund von Unwetter in der Region kam es am 24.07. und 30.07.2017 auf der Schachtanlage Bartensleben zu Spannungseinbrüchen mit Abschalten von diversen Einrichtungen zur Spannungsversorgung, zur Bewetterung sowie von Überwachungseinrichtungen. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 010/2017N23.07.2017

Mehrmaliger Ausfall des Steuerrechners der Alarmierungsanlage für die Werkfeuerwehr und Grubenwehr

Auf der Schachtanlage Bartensleben kam es aufgrund unterschiedlicher Ursachen im Software- bzw. Hardwarebereich zu einem zweimaligen Ausfall des Steuerrechners für die Alarmierung der Werkfeuerwehr und der Grubenwehr.
Durch den Ausfall des Steuerrechners hätte nur eine separate Alarmierung der Mitglieder der Einsatzleitung und der Rettungskräfte über Telefon erfolgen können. Der Rechner wurde durch das Bereitschaftspersonal instandgesetzt.

Nr. 009/2017N20.07.2017

Spannungseinbruch auf der Schachtanlage Marie

Durch eine Störung im öffentlichen Stromnetz aufgrund von Unwetter in der Region kam es zu einem kurzzeitigen Spannungseinbruch mit Abschalten von Ventilatoren der Grubenbewetterung und zu Störmeldungen für die Schachtwasserhaltung und eine Abwettermessstelle über Tage. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Ventilatoren erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 007/2017

Nr. 008/2017

N22.06.2017

Störungen in der Stromversorgung auf den Schachtanlagen Bartensleben und Marie

Durch Störungen im öffentlichen Stromnetz aufgrund von Unwetter in der Region kam es zu mehreren kurzzeitigen Spannungseinbrüchen (Schachtanlage Bartensleben) bzw. zu einem Spannungsausfall (Schachtanlage Marie) mit Abschalten von diversen Einrichtungen zur Spannungsversorgung, zur Bewetterung sowie von Überwachungseinrichtungen. Die Quittierung der ausgelösten Störmeldungen sowie die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Einrichtungen erfolgten noch am selben Tag. Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung.

Nr. 006/2017N02.05.2017

Störung einer Ringbusleitung der Brandmeldeanlage

Aufgrund einer Störung in einer Ringbusleitung der Brandmeldeanlage der Schachtanlage Bartensleben fielen die Brandmelder für mehrere Raumbereiche aus. Ursache für die Störung war ein defekter Brandmelder in dieser Ringbusleitung. Die Brandmeldeanlage wurde am darauffolgenden Tag instandgesetzt. Während der Ausfallzeit der Brandmelder wurden vom Betreiber zur Sicherstellung der Brandüberwachung der betroffenen Räume Ersatzmaßnahmen in Form von Kontrollgängen und Beobachtung mittels der Fernbeobachtungsanlage veranlasst.

Nr. 005/2017N28.04.2017

Ausfall eines Hand-Fuß-Kleidermonitors in der Personenschleuse

Bei einer turnusmäßigen Sichtkontrolle wurde festgestellt, dass an einem Hand-Fuß-Kleider-Monitor (HFK) eine Lichtschranke an den Handsonden nach Abschluss der Messungen den Monitor nicht mehr für weitere Messungen freigab. Eine Messung war erst wieder nach einem Neustart des Gerätes für jeweils eine weitere Messung möglich. Der Monitor war somit nicht mehr einsatzbereit. Der HFK wurde durch die Herstellerfirma repariert. Bis zum Abschluss der Reparatur stand der Monitor für einen Zeitraum von ca. 18 Tagen nicht zu Verfügung. Gemäß den betrieblichen Regelungen ist der Ausfall eines HFK bei einer Ausfallzeit von mehr als 4 Stunden meldepflichtig. Die erforderlichen Kontaminationskontrollen vor Betreten der Personenschleuse waren in diesem Zeitraum durch einen zweiten HFK gleichen Typs gewährleistet.

Nr. 003/2017N11.03.2017

Ausfall der Alarmierungsanlage für Grubenwehr und Werkfeuerwehr in der Zentralen Warte

Durch einen Defekt des Mainboards des PC kam es auf der Schachtanlage Bartensleben zum Ausfall der Alarmierungsanlage für die Grubenwehr und Werkfeuerwehr in der Zentralen Warte. Das Mainboard wurde durch die Servicefirma instandgesetzt. Der Ausfall hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Grubenbetrieb. Die Alarmierung hätte bis zur vollständigen Wiederherstellung des bestimmungsgemäßen Betriebs der Alarmierungsanlage nach Absolvierung von Tests und des Probebetriebs für ca. 2 Wochen telefonisch erfolgen können.

Nr. 002/2017

Nr. 004/2017

N

N

01.03.2017

27.03.2017

Störung einer speicherprogrammierbaren Steuerung

Auf der Schachtanlage Bartensleben kam es zu einer gestörten Kommunikation zwischen einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) in der Zentralen Warte und Baugruppen der SPS auf verschiedenen Sohlen im Grubengebäude. Dies führte zu Störungen der Steuerung von Komponenten der Lüftungsanlagen (Steuerung von Wetterlüftern, Anzeigen von Schließzuständen von Wettertüren) sowie von Überwachungseinrichtungen. Ursache für die Kommunikationsstörung war eine defekte elektronische Baugruppe innerhalb der SPS. Nach Austausch der elektronischen Baugruppe trat der Fehler am 27.03.2017 erneut auf. Es wurde die kürzlich ersetzte Baugruppe der SPS im Hauptgesenk der 4. Sohle als Fehlerquelle identifiziert.

Nr. 001/2017N18.01.2017

Signalisierung eines Brandes in der 20/6/0,4-kV-Schaltanlage über Tage

Durch die Auslösung einer Brandschutzklappe (BSK) des Batterieraums der übertägigen 10/6/0,4-kV-Schaltanlage auf der Schachtanlage Bartensleben wurde in der Zentralen Warte eine Brandmeldung signalisiert. Die Werkfeuerwehr wurde alarmiert. Die Überprüfung der Räumlichkeiten durch die Feuerwehr ergab keine Anzeichen von einem Brand. Der Feueralarm wurde ausgelöst, da in der BSK ein Brandmelder integriert ist und eine Unterscheidung zwischen Störmeldung der Klappe und Brandmeldung auf der Zentralen Warte nicht möglich ist. Die Auslösung der BSK wurde durch den Ausfall der Spannungsversorgung der elektrisch betriebenen Klappe (Sicherungsfall) verursacht. Nach Austausch der Sicherung erlosch die Meldung wieder.

Stand: 07.02.2018

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit