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Committee on Nuclear Regulatory Activities (CNRA)

Grafik zur CRNA CRNACommittee on Nuclear Regulatory Activities (CNRA)

Das Committee on Nuclear Regulatory Activities (CNRA) ist ein internationales Komitee, besetzt mit führenden Vertretern der atomrechtlichen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden der NEA-Mitgliedsstaaten mit zivilen Kernkraftwerken.

Das CNRA wurde 1989 zur Umsetzung des NEA-Programms zur Genehmigungs-, Aufsichts- und Inspektionspraxis zur Sicherheit in kerntechnischen Anlagen gegründet.

Die Hauptaufgaben des CNRA sind:

  • Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen den Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden
  • Überprüfung von Entwicklungen aus sicherheitstechnischer Sicht, die einen Einfluss auf regulatorische Anforderungen haben könnten
  • Überprüfung der Genehmigungs- und Aufsichtspraxis sowie der Betriebserfahrung von kerntechnischen Anlagen im Hinblick auf die nukleare Sicherheit
  • die Unterbreitung von Vorschlägen zur Ergänzung und Verbesserung.

Im Rahmen der vom CNRA geförderten internationalen Kooperation unterstützen Vertreter des BfE das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) beim Austausch von Fachinformationen und Erfahrungen mit den atomrechtlichen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden der Teilnehmerländer. Das BfE nimmt bei Bedarf an den Sitzungen des CNRA teil, die zweimal im Jahr stattfinden. Darüber hinaus beteiligt sich das BfE regelmäßig an verschiedenen Arbeitsgruppen des CNRA, wie beispielsweise der Working Group on Inspection Practices (WGIP).

Um einschlägige Fachpublikationen des CNRA der interessierten Fachwelt und Öffentlichkeit in Deutschland zur Verfügung zu stellen, übersetzt das BfE ausgewählte Publikationen und stellt diese in deutscher Sprache zur Verfügung:

Kerntechnische Aufsicht verbessern - Orientierungshilfe der OECD/NEA
AusgabeTitel
Band 1Die Rolle der atomrechtlichen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde bei der Förderung und Evaluierung der Sicherheitskultur
Band 2Aufsichtliche Strategien zur Reaktion auf Probleme der Sicherheitskultur

WGIP - Working Group on Inspection Practices

Die Working Group on Inspection Practices (WGIP) ist eine der vier ständigen Arbeitsgruppen des CNRA und wurde 1990 eingerichtet. Die Sitzungen der WGIP finden regelmäßig zweimal im Jahr statt und dienen in erster Linie dem internationalen Erfahrungsaustausch der für die atomrechtliche Aufsicht über Kernkraftwerke zuständigen Aufsichtsbeamten.

Darüber hinaus werden spezielle Themen aus wechselnden Bereichen der behördlichen Aufsicht bearbeitet sowie alle zwei Jahre Workshops veranstaltet, die von nominierten Mitgliedern der Arbeitsgruppe sowie von einer Vielzahl von Fachleuten aus den jeweiligen Themengebieten besucht werden. Die Ergebnisse werden veröffentlicht und fließen als international anerkannte "Commendable Inspection Practices" in die nationale Aufsichts- und Inspektionspraxis der Mitgliedsstaaten ein.

Das BfE ist im Auftrag des BMU in der WGIP vertreten. Da in Deutschland die atomrechtliche Aufsicht im Auftrag des Bundes von den Bundesländern durchgeführt wird, nimmt das BfE die Rolle eines "National Coordinators" ein. Hauptziel ist es, eine mit den Ländern abgestimmte deutsche Position in die internationale Diskussion einzubringen, und gleichfalls "Commendable Inspection Practices" in die hiesige Aufsichtstätigkeit zu übermitteln.

Weitere OECD/NEA-Fachkommittees, mit denen das BfE zusammenarbeitet

Stand: 23.07.2018

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit