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Beantragte und genehmigte Schwermetallmasse

  • An den Standorten der Atomkraftwerke oder in deren Nähe wurden dezentrale Zwischenlager für radioaktive Abfälle errichtet.
  • Die Kapazitäten dieser Zwischenlager werden in Tonnen Schwermetallmasse angegeben.

Übersicht zu ursprünglich beantragten und aktuell benötigten (Schätzung) Menge aufzubewahrender Kernbrennstoffe Beantragten und aktuell benötigte Menge aufzubewahrender KernbrennstoffeÜbersicht zu ursprünglich beantragten und aktuell benötigten (Schätzung) Menge aufzubewahrender Kernbrennstoffe * Quelle: Bundestags-Drucksache 14/3893 vom 14. Juli 2000, Seite 69-70. ** Schätzung auf Grundlage der Restlaufzeiten der Kernkraftwerke gemäß der 13. AtG-Novelle vom 31.07.2011

Zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen wurde am 11. Juni 2001 vereinbart, dass durch die dezentrale Zwischenlagerung der Zeitraum überbrückt werden soll, bis ein nationales Endlager für alle Arten radioaktiver Abfälle in Betrieb genommen wird. An den Standorten der Atomkraftwerke oder in deren Nähe wurden daher dezentrale Zwischenlager für radioaktive Abfälle errichtet. Die Kapazitäten dieser Zwischenlager werden in Tonnen Schwermetallmasse angegeben.

Erläuterungen zur Grafik

Die Grafik stellt die ursprünglich beantragte Menge aufzubewahrender Kernbrennstoffe (Kapazität in Tonnen Schwermetall) dar. Im Zuge der Vereinbarung definierter Reststrommengen wurde diese beantragte Masse auf Anregung der bis zum 29. Juli 2016 zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), von den Antragstellern reduziert.

Die genehmigten Werte lagen dennoch über dem im Jahr 2000 prognostizierten Bedarf. Soweit erforderlich hat das BfS im Rahmen der Genehmigungen die Schwermetallmasse gegenüber den Antragswerten reduziert.

Aufgrund der Regelung der 13. AtG-Novelle vom 31.07.2011 wurden neue Restlaufzeiten für die Kernkraftwerke festgelegt. Damit hat sich der Bedarf an Schwermetallmasse weiter reduziert.

Standort Obrigheim

Für den Standort Obrigheim ging der Antrag für das geplante Standort-Zwischenlager erst im April 2005 beim Bundesamt für Strahlenschutz ein. Das Kernkraftwerk wurde im Mai 2005 stillgelegt. Die derzeit im Nasslager befindlichen abgebrannten Brennelemente am Standort behindern die anstehenden Rückbauarbeiten des Kernkraftwerkes Obrigheim.

Der Betreiber, die EnBW Kernkraft GmbH, beabsichtigt, die Brennelemente in das Standortzwischenlager Neckarwestheim zu bringen. Die hierfür erforderliche Aufbewahrungsgenehmigung wurde am 9. August 2016 vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erteilt, das seit dem 30. Juli 2016 die zuständige Genehmigungsbehörde für Zwischenlager für Kernbrennstoffe ist und die laufenden Genehmigungsverfahren fortführt. Die notwendige Beförderungsgenehmigung nach § 4 AtG zur Verbringung der Brennelemente ins Standortzwischenlager Neckarwestheim ist beantragt.

Alternativ betreibt die EnBW Kernkraft GmbH ein Genehmigungsverfahren zur Lagerung am Standort Obrigheim. Da sich die Genehmigungsverfahren für die bestrahlten Kernbrennstoffe aus dem Kernkraftwerk Obrigheim sowohl zeitlich als auch inhaltlich von den in der Grafik dargestellten Sachverhalten unterscheiden, sind sie nicht mit aufgeführt.

Stand: 07.03.2017

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit