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Transporte

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) ist nach dem Atomrecht zuständig für die Genehmigung von Transporten von Kernbrennstoffen und Großquellen. Es hat diese Aufgabe am 30. Juli 2016 vom bis dahin zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) übernommen. Eine Genehmigung wird nur erteilt, wenn die Einhaltung der Vorschriften des Atomrechts und des Gefahrgutrechts vom Antragsteller nachgewiesen wird.

Nachdem das BfE die Beförderungsgenehmigung erteilt hat, müssen die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber wachen, dass die gesetzlichen Anforderungen für die Sicherheit von Mensch und Umwelt eingehalten werden. Für die am häufigsten durchgeführten Transporte über die Straße sind dies die von den Bundesländern benannten Landesbehörden, bei Schienentransporten das Eisenbahn-Bundesamt.

Grafik eines CASTOR-Behälters in einem LKW

Wie werden radioaktive Stoffe transportiert?

Die Anwendung von radioaktiven Stoffen in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, zum Beispiel Medizin (Diagnostik, Therapie), Technik (Durchstrahlungsprüfungen), Forschung oder Energiegewinnung (Ver- und Entsorgung von Kernkraftwerken) erfordert oftmals, diese radioaktiven Stoffe zu transportieren.

Castorbehälter auf einem Waggon

Genehmigung von Kernbrennstofftransporten

Will ein Transporteur Kernbrennstoffe transportieren, benötigt er eine Beförderungsgenehmigung. Dazu stellt er einen Antrag beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Das BfE prüft, ob die Sicherheitskriterien nach dem Atomgesetz (AtG) § 4 erfüllt sind und ob die Rechtsvorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter eingehalten werden. Welche der beantragten Routen genutzt wird und wann der Transport stattfindet, liegt in der Verantwortung des Genehmigungsinhabers.

Schiff, Eisenbahn, Flugzeug, LKW

Zahlen und Fakten zu Kernbrennstofftransporten

Die vom BfE zu genehmigenden Transporte von Kernbrennstoffen und Großquellen machen mit weniger als 500 Transporten pro Jahr lediglich einen geringen Anteil an der Gesamtzahl der Transporte radioaktiver Stoffe aus. Den zahlenmäßig größten Anteil haben Transporte radioaktiver Stoffe für Mess-, Forschungs- und medizinische Zwecke, die nicht vom BfE genehmigt werden, sondern anderen Regularien unterliegen.

Notizblock

Wer genehmigt Transporte radioaktiver Stoffe?

Für den Transport von radioaktiven Stoffen in Deutschland ist nach den atomrechtlichen Bestimmungen (Atomgesetz, Strahlenschutzverordnung) in der Regel eine Beförderungsgenehmigung erforderlich. Dabei wird zwischen "Kernbrennstoffen" und "sonstigen radioaktiven Stoffen" unterschieden.

Liste der Transportgenehmigungen (Beispiel)

Aktuelle Transportgenehmigungen

Das BfE ist zuständig für die Genehmigungen von Kernbrennstoff- und Großquellentransporten. Die aktuelle Liste der erteilten Genehmigungen wird regelmäßig veröffentlicht.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit