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Meldepflichtige Ereignisse in Endlagern

ArtikelDas Meldeverfahren

Wie funktioniert das Meldeverfahren?
Welche Ereignisse sind meldepflichtig?
Und welche Kategorien von Störfällen gibt es?

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als atomrechtliche Aufsicht informiert an dieser Stelle über Unfälle, Störfälle oder sonstige für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse in den Endlagern Morsleben und der Schachtanlage Asse. Meldepflichtiger Betreiber der Anlagen ist die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).

Die meldepflichtigen Ereignisse werden in sogenannte Meldekategorien unterteilt. Sie geben darüber Aufschluss, wie dringlich die Information an die Aufsichtsbehörde erfolgen muss und welche sicherheitstechnische Bedeutung das Ereignis hat.

Die veröffentlichten, meldepflichtigen Ereignisse werden in drei Kategorien unterteilt:

• Kategorie S (Sofortmeldung),
• Kategorie E (Eilmeldung)
• und Kategorie N (Normalmeldung).

Näheres dazu finden Sie im nebenstehenden Artikel „Das Meldeverfahren“.

Liste der meldepflichtigen Ereignisse

01.03.2017, Endlager Morsleben (ERAM), Kategorie N:
Störung der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS)Einklappen / Ausklappen

Im Schacht Bartensleben des ERAM kam es zu einer gestörten Kommunikation zwischen der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) in der zentralen Warte und Baugruppen der SPS auf verschiedenen Sohlen im Grubengebäude. Dies führte zu Störungen der Steuerung von Komponenten der Lüftungsanlagen (Steuerung von Wetterlüftern, Anzeigen von Schließzuständen von Wettertüren) sowie von Überwachungseinrichtungen. Ursache für die Kommunikationsstörung war eine elektronische Baugruppe innerhalb der SPS.

Bewertung:

Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Endlagerbetrieb, auf Personen oder die Umgebung. Es ist von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung.

03.01.2017, Schachtanlage Asse II, Kategorie N:
Überschreiten der genehmigten Umgangsaktivitätskonzentration in einer Einlagerungskammer Einklappen / Ausklappen

An dem Gehäuse der Abluftfilteranlage im Bereich der Einlagerungskammer für mittelaktive Abfälle wurde ein Anstieg der Ortsdosisleistung gemessen. Aufgrund der Höhe des Anstiegs wird vermutet, dass die Aktivitätskonzentration der beaufschlagten Filter über dem nach § 7 StrlSchV genehmigten Wert liegt. Die betroffenen Filter sind inzwischen ausgetauscht und werden in einem externen Labor radiologisch untersucht. Die Überwachung der Ortsdosisleistung an der Filteranlage wurde intensiviert. Die Ursache für den plötzlichen Anstieg der Aktivität in der Kammeratmosphäre konnte noch nicht aufgeklärt werden.

Bewertung:

Das Ereignis hatte keine Auswirkung auf den sicheren Betrieb der Schachtanlage, auf Personen oder die Umgebung. Es ist von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung.

Stand: 21.11.2017

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit