Navigation und Service

Endlager

Die Menschen nutzen radioaktive Stoffe in vielfältiger Weise zum Beispiel zur Gewinnung von Strom, in der Medizin und der Industrie. Dabei fallen radioaktive Abfälle an, die wegen der mit ihnen verbundenen Gefahren sicher endgelagert werden müssen. In Deutschland ist der Staat für die Endlagerung verantwortlich. Als geeignete Lösung für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle wird in Deutschland die Einlagerung in tiefe Bergwerke und deren nachfolgender dauerhafter Verschluss angesehen.

Karte mit den Standorten Asse, Morsleben und Konrad

Was sind Endlager?

Für die Endlagerung unterscheidet man in Deutschland zwischen wärmeentwickelnden radioaktiven Abfällen und solchen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Die atomrechtliche Aufsicht über bestehende Endlager- und Stilllegungsprojekte ist in einer Behörde gebündelt, dem BfE. Das BfE reguliert und beaufsichtigt künftig auch die Standortsuche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Deutschlandkarte mit Fragezeichen

Standortauswahl

Für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist weltweit noch kein Endlager in Betrieb. 2013 trat in Deutschland das Standortauswahlgesetz in Kraft. Ziel des Standortauswahlverfahrens ist es, in einem wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahren einen Standort für ein Endlager - insbesondere für hochradioaktive Abfälle - zu finden. Mehr dazu erfahren Sie im Bereich "Standortauswahlverfahren".

Icon Endlagerüberwachung

Das BfE als atomrechtliche Aufsichtsbehörde

Die Endlagerung radioaktiver Abfälle muss hohen Sicherheitsanforderungen genügen, um Gefährdungen von Mensch und Umwelt sowohl kurz- wie auch langfristig auszuschließen. Die Neuordnung der Organisationsstruktur im Endlagerbereich sieht vor, dass die Zuständigkeit für die atomrechtliche Aufsicht beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) liegt. Es hat die Aufgabe, die Einhaltung von Gesetzen und Regelungen mit nuklearspezifischem Inhalt (insbesondere das Atom- und Strahlenschutzrecht) bei Errichtung, Betrieb sowie der Stilllegung eines Endlagers für radioaktive Abfälle und der Schachtanlage Asse II zu prüfen und zu überwachen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) trägt die politische Gesamtverantwortung im Bereich der Endlagerung. Es beaufsichtigt im Rahmen seiner Fach- und Rechtsaufsicht das BfE sowie als Gesellschafter zukünftig die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE).

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit