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Radioaktive Abfälle

Die Verantwortung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik Deutschland obliegt dem Bund. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, werden genaue Kenntnisse über die zu entsorgenden Mengen an radioaktiven Abfällen benötigt.

Abfallfass

Was sind radioaktive Abfälle?

Wenn für radioaktive Stoffe (nach der Definition des Atomgesetzes) keine weitere Verwendung mehr vorgesehen ist, gelten sie als radioaktive Abfälle. Radioaktive Abfälle entstehen bei der Nutzung ionisierender Strahlung in Kernkraftwerken, in der Forschung, der Industrie und in kleinen Mengen in der Medizin. Sie müssen entsprechend den Vorschriften des Atomgesetzes geordnet beseitigt – also endgelagert – werden.

Screenshot aus dem Video "Das gelbe Fass - Woher, Wohin?"

Abfallarten

International gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, radioaktive Abfälle in unterschiedliche Kategorien einzuteilen. Die Einteilung der Abfälle richtet sich dabei nach der geplanten Endlagerung (tiefe geologische Schichten oder oberflächennah) oder der nötigen Handhabung der Abfälle. Häufig wird eine Unterscheidung zwischen hochradioaktiven Abfällen (HAW), mittelradioaktiven Abfällen (MAW) und schwachradioaktiven Abfällen (LAW) vorgenommen.

Programm Entsorgung

Nationales Entsorgungsprogramm

Das Nationale Entsorgungsprogramm beschreibt die Strategie der Bundesregierung, wie radioaktive Abfälle in Deutschland verantwortungsvoll und sicher entsorgt werden sollen.

Transport- und Lagerbehälter CASTOR® HAW28M

Rückführung und Rücktransport aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente

Seit dem Jahr 2005 finden keine Transporte deutscher Brennelemente zur Wiederaufarbeitung mehr statt. Bis dahin wurden etwa 6.670 Tonnen Schwermetall (Uran und Spaltprodukte der abgebrannten Brennelemente) zu Wiederaufarbeitungsanlagen gebracht.

Auch wenn keine weiteren Transporte aus Deutschland in die Wiederaufarbeitung stattfinden, lagern noch Wiederaufarbeitungsabfälle bei den entsprechenden Anlagen im Ausland. Gemäß den existierenden vertraglichen Verpflichtungen besteht für Deutschland die Pflicht, diese zurückzunehmen.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit