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Internationale Zusammenarbeit

Das BfE arbeitet in allen im Amt vertretenen Bereichen (und damit auch im Bereich der kerntechnischen Sicherheit) auf nationaler und internationaler Ebene mit den fachlich einschlägigen Organisationen und Gremien zusammen. Die wichtigsten Ziele sind dabei:

  • Mitgestaltung international anerkannter Standards für die Sicherheit von Anlagen und bei Transporten von radioaktiven Stoffen
  • Austausch von Erfahrungen mit den internationalen Partnern, um Sicherheitsverbesserungen im eigenen Verantwortungsbereich zu erkennen
  • Wissenschaftlicher Austausch über Methoden und Erkenntnisse, Ermittlung und Weiterentwicklung des Standes von Wissenschaft und Technik, Kooperationen für Forschung und Untersuchungen
  • Gegenseitige Information, bei Bedarf Unterstützung und Hilfeleistung.

Hinweis: Seit dem 30. Juli 2016 ist das BfE für die Erstellung von Berichten zu Regulierungsfragen zuständig. Es hat diese Aufgabe vom bis dahin zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) übernommen.

Bericht zu Regulierungsfragen

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) stellt in Kooperation mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem Bundesumweltministerium in regelmäßigen, zirka halbjährlichen Abständen die wesentlichen Entwicklungen in Deutschland auf den Gebieten

  • Betrieb und Stilllegung von Kernkraftwerken,
  • Gesetze und Regelungen im kerntechnischen Bereich,
  • Entsorgung radioaktiver Abfälle und
  • Strahlenschutz

in einer kurzen Übersicht zusammen. Ein Gesichtspunkt dabei sind die aktuellen Geschehnisse in Deutschland bei Genehmigung und Aufsicht kerntechnischer Anlagen.

Dieses Papier dient in erster Linie der Information der Partner Deutschlands in der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und mit internationalen Organisationen über die jüngsten Entwicklungen in Deutschland.

Das kurze Papier liegt in englischer Sprache vor.

Internationale Atomenergie-Behörde - IAEAQuelle: IAEA

Übereinkommen zur nuklearen Sicherheit

Das internationale Übereinkommen über nukleare Sicherheit (Convention on Nuclear Safety - CNS) zielt auf eine weltweite Erhöhung der Sicherheit ziviler Kernkraftwerke. Das Übereinkommen trat am 24. Oktober 1996 in Kraft. Es ist bislang von 78 Vertragsparteien gezeichnet und von 67 Staaten sowie von EURATOM ratifiziert, angenommen oder genehmigt worden. Deutschland ist seit 20. April 1997 Vertragspartei.

Seit 1999 hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) maßgeblich zur Gestaltung des Übereinkommens beigetragen. Zusätzlich zur Mitwirkung bei der Erstellung des deutschen Berichts arbeitet seit 30. Juli 2016 das BfE aktiv an den Verbesserungsmaßnahmen des Prozesses mit.

Europäische Zusammenarbeit bei der Sicherheit in der Kerntechnik

Europäische Zusammenarbeit

Auf europäischer Ebene ergeben sich aus dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) auch Verpflichtungen zur Gewährleistung der Sicherheit kerntechnischer Anlagen und der Entsorgung. Nach Artikel 37 des Euratom-Vertrages ist Deutschland verpflichtet, die europäische Kommission über geplante Freisetzungen radioaktiver Stoffe aus kerntechnischen Anlagen zu unterrichten. Dies erfolgt mit Unterstützung des BfE.

Das BfE unterstützt außerdem die deutsche Zuarbeit zur Verbesserung der kerntechnischen Sicherheit in ENSREG (European Nuclear Safety Regulators Group) sowie die Erarbeitung grundlegender Anforderungen an die kerntechnische Sicherheit in WENRA (Western European Nuclear Regulators' Association).

Zusammenarbeit mit OECD/NEA

Die Nuclear Energy Agency (NEA) ist eine zwischenstaatliche Institution innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development - OECD) zur Förderung einer sicheren, umweltschonenden und wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie. Bei der NEA gibt es – gesteuert durch den Hauptausschuss (Steering Committee) – sieben Fachkomitees, darunter das Committee on Nuclear Regulatory Activities (CNRA), das Committee on the Safety of Nuclear Installations (CSNI) und das Radioactive Waste Management Committee (RWMC).

BfE-Fachleute unterstützen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Bereich der kerntechnischen Sicherheit bei dessen Mitwirkung im CNRA und nehmen an ausgewählten Aktivitäten des CSNI und des RWMC teil.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit