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Sicherheitsphilosophie

In den deutschen Kernkraftwerken sind Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Sie dienen dem grundlegenden Ziel, Mensch und Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen ionisierender Strahlung zu schützen. Auch Betriebsstörungen und sogenannte Auslegungsstörfälle müssen von allen Anlagen so beherrscht werden, dass keine Schäden in der Umgebung zu befürchten sind. Selbst für mögliche katastrophale Auswirkungen bei zwar als sehr unwahrscheinlich eingestuften Ereignissen müssen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Hier erfahren Sie mehr über mögliche Störungen, die auftreten können, und einige technische Einrichtungen, die helfen, das grundlegende Sicherheitsziel zu gewährleisten.

Technische Barrieren

Technische Barrieren

Technische Barrieren sind ein zentraler Baustein der Reaktorsicherheit. Mehrere gestaffelte technische Barrieren (Mehrfachbarrierensystem) sollen die radioaktiven Stoffe im Brennstoff nicht nur im Normalbetrieb, sondern auch bei Störfällen zurückhalten.

Störungen der Sicherheit

Kernkraftwerke in Deutschland müssen gegen unterschiedliche Ereignisse geschützt sein. Nach den Vorschriften des Atomgesetzes darf der Betrieb eines Kernkraftwerkes nur dann genehmigt werden, wenn die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden getroffen ist.

Digitale Sicherheitsleittechnik

Die Sicherheitsleittechnik überwacht in Kernkraftwerken die Werte der Sicherheitsparameter, löst bei Anforderung automatisch Sicherheitsmaßnahmen aus und unterstützt Handmaßnahmen, die zur Beherrschung von Störfallen erforderlich sind. Zur Übertragung und Verarbeitung der Mess- und Stellsignale stehen auch neuartige digitale (softwarebasierte) Technologien zur Verfügung, für deren Anwendung ein zumindest gleich hohes Sicherheitsniveau wie für die bisher installierte analoge fest verdrahtete Leittechnik nachzuweisen ist. National und international finden dazu rege Fachdiskussionen statt, an denen sich das BfE aktiv beteiligt.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit