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Vorsorge- und Notfallmaßnahmen

Die Kernkraftwerke in Deutschland sind gegen unterschiedliche mögliche Störungen geschützt. Es sind beispielsweise vorbeugende Maßnahmen gegen Stromausausfall und Erdbeben getroffen.

Falls jedoch ein Ereignis eintritt, das nicht als Störfall vorausbedacht wurde und gegen das das Kernkraftwerk nicht ausgelegt ist, sind Notfallmaßnahmen vorgesehen. Anlageninterne Notfallmaßnahmen sollen auslegungsüberschreitende Ereignisse beherrschen und abwenden oder die Auswirkungen auf die Umgebung mindern. Sollten die anlageninternen Notfallmaßnahmen nicht genügen, sollen anlagenexterne Notfallschutzmaßnahmen die Strahlenbelastung der Menschen reduzieren.

Stromtrasse auf einem Feld

Vorsorge gegen Stromausfall

Ein Kernkraftwerk benötigt Strom für elektrisch betriebene Komponenten, wie beispielsweise Pumpen. Unter bestimmten Umständen, zum Beispiel nach einer Abschaltung, ist es auf die Stromversorgung aus dem öffentlichen Stromnetz angewiesen. Fällt diese externe Stromversorgung aus, kann ein Kernkraftwerk seinen Strombedarf über mehrere andere Stromquellen abdecken.

Anlageninterne Notfallmaßnahmen

Wenn ein Ereignis eintritt, das nicht als Störfall vorausbedacht wurde und gegen das die Anlage nicht ausgelegt ist, sind in den deutschen Kernkraftwerken anlageninterne Notfallmaßnahmen vorgesehen.

Riss in einer Wand

Vorsorge gegen Erdbeben

Alle deutschen Kernkraftwerke sollen Erdbeben unbeschädigt überstehen. Für diese Auslegung wurde eine Annahme getroffen, welche Art von Erdbeben das jeweilige Kraftwerk "aushalten" können muss, dieses wird als Bemessungserdbeben bezeichnet.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit