Navigation und Service

Anlageninterne Notfallmaßnahmen

Was passiert, wenn ein Ereignis eintritt, das nicht als Störfall vorausbedacht wurde und gegen das die Anlage nicht ausgelegt ist?

Für einen solchen Fall sind bei den deutschen Kernkraftwerken anlageninterne Notfallmaßnahmen vorgesehen. Hierzu zählen

  • die gefilterte Druckentlastung für den Sicherheitsbehälter,
  • zusätzliche Stromversorgungen,
  • Druckentlastung für den Reaktordruckbehälter und
  • Möglichkeiten für zusätzliche Kühlwassereinspeisung.

Zur Vermeidung von Wasserstoffexplosionen werden bei den Druckwasserreaktoren im Sicherheitsbehälter sogenannte Rekombinatoren eingesetzt, die den Wasserstoff abbauen. Bei den Siedewasserreaktoren ist der Sicherheitsbehälter mit einem Gas gefüllt, das Wasserstoffexplosionen verhindern soll.

Alle diese Notfallmaßnahmen sollen das Eintreten einer Kernschmelze verhindern oder – falls diese nicht abgewendet werden kann – die Auswirkungen auf die Umgebung vermindern. In allen deutschen Kernkraftwerken sind für solche Notfälle die Vorgehensweisen und Strategien im Notfallhandbuch des jeweiligen Kraftwerks beschrieben.

Stand: 05.12.2016

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit