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Kerntechnischer Ausschuss

Der Kerntechnische Ausschuss (KTA) hat die Aufgabe, auf Gebieten der Kerntechnik, bei denen sich auf Grund von Erfahrungen eine einheitliche Meinung

  • der Hersteller, Ersteller und Betreiber von Atomanlagen,
  • der Gutachter und
  • der Behörden

abzeichnet, für die Aufstellung sicherheitstechnischer Regeln (sogenannter KTA-Regeln) zu sorgen und deren Anwendung zu fördern.

Die Führung der Geschäfte des Kerntechnischen Ausschusses obliegt der KTA-Geschäftsstelle, die nach den Weisungen des KTA-Präsidiums agiert. Die KTA-Geschäftsstelle ist dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) verwaltungsorganisatorisch zugeordnet.

KTA-Regeln

Die KTA-Regeln sind Teil des untergesetzlichen Regelwerks und enthalten konkrete und detaillierte Anforderungen für die Sicherheit kerntechnischer Anlagen. Sie werden regelmäßig in Unterausschüssen und Arbeitsgremien überprüft und gegebenenfalls überarbeitet, um sicherzustellen, dass die enthaltenen Anforderungen dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen.

Das Regelprogramm des KTA umfasst aktuell 97 Regelvorhaben (Stand November 2016). Davon werden 7 Regeln nicht mehr der regelmäßigen Überprüfung unterzogen. 28 der Fachregeln befinden sich derzeit im Änderungsverfahren.

Der KTA plant, sämtliche Regeln bis Ende 2017 auf Änderungsbedarf hin zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Nach dieser Überprüfung in den nächsten beiden Jahren wird erwartet, dass der personelle und finanzielle Aufwand für die Regelarbeit für alle beteiligten Unternehmen und Institutionen ab 2018 deutlich reduziert ist. Selbstverständlich soll aber weiterhin sichergestellt werden, dass die Entwicklung des Standes von Wissenschaft und Technik verfolgt wird und im Bedarfsfall Regeln aktualisiert werden.

Bis zum Jahr 2022 soll in einem nächsten Schritt eruiert werden, welche KTA-Regeln noch benötigt werden, nachdem der Leistungsbetrieb aller deutschen Kernkraftwerke eingestellt ist. Für diese Regeln ist auch längerfristig weiterhin eine Pflege und Aktualisierung vorgesehen.

BfE-Fachleute aktiv bei Überarbeitung von KTA-Regeln

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) ist sowohl in verschiedenen KTA-Unterausschüssen als auch in KTA-Arbeitsgremien an der fachlichen Durchführung der Änderungsverfahren zu KTA-Regeln beteiligt.

Die beteiligten BfE-Fachleute verfolgen bei der Überarbeitung von KTA-Regeln das Ziel, in diesen Regeln den etablierten Stand technischer Entwicklungen zur nuklearen Sicherheit festzuschreiben. Dabei helfen

  • die Aktivitäten zur Initiierung, Fachbegleitung und Auswertung von Untersuchungsvorhaben zu kerntechnischer Sicherheit,
  • die Beteiligung an weiteren nationalen und internationalen Fachgremien im Bereich kerntechnischer Sicherheit sowie
  • eigene Fachrecherchen zur kerntechnischen Sicherheit, die in entsprechenden Arbeitsberichten und Veröffentlichungen dokumentiert sind.

Auch an den zukünftigen Überprüfungen und ggfs. Überarbeitungen oder Erarbeitungen der Regeln werden sich Fachleute des BfE beteiligen.

Stand: 09.03.2017

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit