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Kerntechnik

In Atomkraftwerken wird durch Kernspaltung elektrischer Strom erzeugt. Es gibt außerdem Kernreaktoren für Forschungszwecke sowie Anlagen zur Ver- und Entsorgung dieser Reaktoren.

Kernkraftwerk Brokdorf Kernkraftwerk BrokdorfKernkraftwerk Brokdorf

Alle kerntechnischen Anlagen werden wegen des mit dem Betrieb verbundenen Gefahrenpotentials genehmigt und von Aufsichtsbehörden überwacht. Wenn bei einer solchen Anlage ein Zwischenfall auftritt, muss dieser gemeldet und ausführlich dokumentiert werden. Danach erfolgt eine eingehende sicherheitstechnische Bewertung des Ereignisses. Auch bei der Stilllegung von kerntechnischen Anlagen - zum Beispiel dem Rückbau eines Kernkraftwerks - müssen weitgehende Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Um bei der Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgaben stets auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu bleiben, arbeiten die Experten national und international zusammen.

Kernkraftwerk Grohnde

Kernkraftwerke

In Kernkraftwerken entsteht durch kontrollierte Kernspaltung im Reaktorkern Wärme. Die Wärme wird über ein Kühlmittel abgeführt und erzeugt Dampf. Der Dampf treibt eine Turbine an. Diese ist an einen Generator angeschlossen, der schließlich elektrischen Strom erzeugt.

In Deutschland sind acht Kernkraftwerke in Betrieb, davon 6 Kernkraftwerke mit Druckwasserreaktor und 2 Kernkraftwerke mit Siedewasserreaktor.

Internationale Atomenergie-Behörde - IAEAQuelle: IAEA

Internationale Zusammenarbeit

Das BfE arbeitet in allen im Amt vertretenen Bereichen (und damit auch im Bereich der Kerntechnischen Sicherheit) auf nationaler und internationaler Ebene mit den fachlich einschlägigen Organisationen und Gremien zusammen.

Störfallmeldestelle des BfE

Die Störfallmeldestelle des BfE hat die Aufgabe, alle meldepflichtigen Ereignisse, die in kerntechnischen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland auftreten und die von der jeweils zuständigen Landesaufsichtsbehörde an das BfE weitergemeldet werden, zu erfassen, zu dokumentieren und für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auszuwerten.

Atomrechtliche Behörden und Organisationen, die im kerntechnischen Bereich an Gesetzgebung und Vollzug beteiligt sind

Genehmigung und Aufsicht

Mensch und Umwelt zu schützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates. Dies gilt auch gegenüber den möglichen Gefahren beim Betrieb und der Stilllegung von Anlagen im Bereich der Kerntechnik. Kerntechnische Anlagen müssen daher für ihre Errichtung und ihren Betrieb einem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren unterzogen werden und unterliegen dauerhaft der staatlichen Aufsicht.

Luftaufnahme des seit 1995 in Stilllegung befindlichen Kernkraftwerks in Greifswald (KGR)Quelle: EWN GmbH

Stilllegung

Nach der endgültigen Abschaltung einer kerntechnischen Anlage schließt sich die Nachbetriebsphase an, während der Arbeiten zur Vorbereitung der Stilllegung durchgeführt werden. Die sich an die Nachbetriebsphase anschließende Stilllegung einer kerntechnischen Anlage erfordert ein umfassendes Genehmigungsverfahren, welches insbesondere Aspekte des Strahlenschutzes und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt mit einschließt.

Monatsberichte

Die nach der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) gemeldeten Ereignisse in Kernkraftwerken und Forschungsreaktoren der Bundesrepublik Deutschland werden von der Störfallmeldestelle des BfE erfasst. Die Ereignisse werden in Monatsberichten zusammengefasst, die heruntergeladen werden können.

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit