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Meldepflichtige Ereignisse mit erhöhten Radioaktivitätsabgaben in deutschen Kernkraftwerken

Seit Inbetriebnahme der Kernkraftwerke gab es in Deutschland unter den insgesamt etwa 6.000 meldepflichtigen Ereignissen in Kernkraftwerken auch solche, bei denen die Abgaben von Radioaktivität an die Umgebung gegenüber dem üblichen betrieblichen Niveau erhöht waren. Für die Anlagen der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland, für die Meldepflicht besteht, kam es seit Inbetriebnahme zu insgesamt elf Fällen von Grenzwertüberschreitungen.

Nicht jede über das übliche betriebliche Niveau hinausgehende Erhöhung der Aktivitätsabgaben mit der Fortluft oder dem Abwasser ist meldepflichtig. In keinem Fall wurden infolge erhöhter Abgaben die Begrenzungen der Ableitungen radioaktiver Stoffe der Strahlenschutzverordnung überschritten.

Eine Liste von meldepflichtigen Ereignissen mit erhöhten Abgaben an die Umgebung, bei denen behördlich festgelegte Grenzwerte überschritten wurden, stellt das BfE im Internet bereit.

Über die Strahlenbelastung der Bevölkerung, die aus der Abgabe radioaktiver Stoffe von kerntechnischen Anlagen resultiert, legt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) jährlich einen Bericht zur Unterrichtung des Deutschen Bundestages und des Bundesrates vor.


Stand: 13.10.2016

© Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit